Thomas Petrich stellte sein Programm vor

Auf Einladung der SPD Edermünde und des SPD Ortsvereins Grifte hat Bürgermeisterkandidat Thomas Petrich am 4. März im Gasthaus Zur Linde sein Wahlprogramm für die nächsten 6 Jahre vorgestellt. Petrich plant eine Vielzahl von Maßnahmen, mit denen er in Edermünde rechtzeitig auf die großen Herausforderungen von heute und morgen reagieren will.

So werde z.B. der Demografische Wandel auch in Edermünde ein wichtiges Thema werden. Für Edermünde bedeute dies unter anderem die Notwendigkeit eines veränderten Wohnangebots mit mehr kleinen Wohnungen, betreutem Wohnen und dem Ausbau von Pflegeangeboten. Neubaugebiete für Einfamilienhäuser würden künftig nicht mehr in so großen Umfang benötigt, stattdessen müsse sich die Gemeinde mehr um das Leben in den Ortskernen kümmern. Hierzu würden dann auch in jedem Ortsteil zentral gelegene Einrichtungen wie DGHs gehören, in denen die Menschen zusammen kommen können. Die bestehenden Konzepte für Kinderbetreuung, Jugend-, Senioren- und Ehrenamtsarbeit will Petrich unter dem Dach einer modernen Familienarbeit organisatorisch zusammenfassen und besser vernetzen. Und die in naher Zukunft auch in Edermünde stark wachsende Anzahl von „Jungrentnern“ verlange nach guten Freizeitangeboten, wie Radwege und Sportanlagen.

Beim Natur- und Klimaschutz sei die Gemeinde seit vielen Jahren aktiv, z.B. durch den Betrieb von Fotovoltaik-Anlagen, der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf stromsparende LED-Technik, der Förderung von Biogasanlagen sowie mit diversen Renaturierungsmaßnahmen wie zuletzt an der Eder in Grifte. Thomas Petrich erläuterte, dass zurzeit im Rahmen einer Bürger-Arbeitsgruppe weitere Maßnahmen erarbeitet werden. Es wolle außerdem den ÖPNV stärker fördern und den Ausbau von Rad- und Gehwegen vorantreiben.

Die Digitalisierung ist das Topthema vor allem im geschäftlichen Bereich und bei der jüngeren Generation. Thomas Petrich will die Netzversorgung in Edermünde durch Glasfaser-Hausanschlüsse weiter verbessern und an öffentlichen Standorten freies WLAN anbieten. Beides sei bereits konkret in Arbeit, so Petrich. Kurzfristig sollten aber auch die digitalen Dienstleistungen des Rathauses verbessert werden und ein Ratsinformationssystem für die Gremienarbeit eingerichtet werden.

Die vierte große Herausforderung ist für Thomas Petrich unsere Demokratie, die zurzeit in Teilen bedroht sei. Auch auf der lokalen Ebene sei festzustellen, dass der Egoismus der Menschen zunehme und die Bereitschaft, sich kommunalpolitisch im Ehrenamt zu engagieren, nachlasse. Es dürfe nicht sein, dass ehrenamtlich tätige Gemeindevertreter, die gemäß ihrer Aufgabe das Gemeinwohl im Blick haben müssten, wegen einzelner Entscheidungen regelrecht angefeindet würden. Dies sei zunehmend auch in Edermünde zu beobachten, etwa im Zusammenhang mit Standortentscheidungen für Bauvorhaben. Gemeinsames Ziel müsse es nun sein, für die Kommunalwahl 2021 eine ausreichende Zahl von Personen zu finden um die Gemeindevertretung für die Zukunft handlungsfähig zu halten. Dies sei auch wichtig für das Gemeinschaftsgefühl in der Gemeinde.

Abschließend informierte Thomas Petrich die Gäste über aktuelle Entwicklungen im Ortsteil Grifte. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Bauprojekt „Hof Werner“ in der Bahnhofstraße. Der Investor hat sich laut Thomas Petrich inzwischen dazu entschlossen, die öffentlichen Funktionen wie DGH, Bücherei, Schwesternstation und Tagespflege im Bereich der heutigen Hofgebäude zur Bahnhofstraße hin anzusiedeln und den rückwärtigen Grundstücksteil für den Bau von Wohnungen vorzuhalten. Petrich begrüßt dieses Konzept, weil die Wege so kurz wie möglich seien und der „Hof Werner“ so am effektivsten mit dem sozialen Leben im Dorf verzahnt werden könne.

Im Hinblick auf die Ortsdurchfahrt Grifte konnte Petrich brandaktuell berichten, dass die Geschwindigkeitsüberwachung inzwischen gut funktioniere und die letzten Messungen sogar zu einzelnen Führerscheinentzügen geführt hätten.

Über viele weitere Grifter Themen wurde anschließend noch engagiert diskutiert, bevor Klaus Dickel als Vorsitzender des SPD Ortsvereins Grifte die Veranstaltung mit seinem Schlusswort beendete. Er rief die Gäste dazu auf, auf jeden Fall zur Wahl zu gehen.